Grund- und Hauptschule "Epiphanie I"

Die Schule „Epiphanie I“ wurde vor etwa zehn Jahren von der Lutherischen Kirche gegründet, um die arme kongolesische Landbevölkerung zu unterstützen. Sie liegt nahe des Dorfes Kimbeimbe im Süden der Demokratischen Republik Kongo, 15 km außerhalb der Großstadt Lubumbashi. In sechs notdürftig ausgestatteten Klassenzimmern werden vormittags vier- bis zwölfjährige Kinder unterrichtet, nachmittags Sekundarschüler. Viele Kinder sind mangelernährt und kommen aus extrem armen Familien, einzelne sind Waisenkinder oder körperbehindert. Die Schulbänke reichen bei weitem nicht aus, Lehrmaterial gibt es keines, selbst an Papier und Stiften fehlt es. Als vor einem Jahr das Schuldach von einer Windbö herabgerissen wurde, konnte es nur provisorisch repariert werden.

 

Trotz der schwierigen Bedingungen versucht die Schule „Epiphanie I“, den kongolesischen Kindern durch Bildung Hoffnung für die Zukunft zu geben. Für die Allerkleinsten gibt es aus Spendengeldern eine tägliche Milchspeisung. Kinder, deren Eltern die Schulgebühren nicht aufbringen können, erhalten Unterstützung. Mit einfachsten Mitteln versucht das junge Lehrerteam, die Qualität des Unterrichts und den Lernerfolg der Schüler zu verbessern.

 

Die Schule ist ein kleiner Beitrag, den Bildungsnotstand in diesem von Krieg und extremer Armut gezeichneten Land zu lindern. Weniger als die Hälfte der Kinder im Kongo kann überhaupt zur Schule gehen. Die Lehrer sind meist kaum ausgebildet und müssen oft monatelang auf ihren Lohn von weniger als 100 Dollar warten. Bei durchschnittlich 6-10 Kindern können viele Familien die monatlichen Schulgebühren von derzeit 4 Dollar/Monat in der Primarschule und etwa 20 Dollar/Monat in der Sekundarschule nicht aufbringen.

 

Unser Ziel ist es, „Epiphanie I“ zu einer Modellschule zu machen, die mit einfachen Mitteln eine effiziente Bildung gewährleistet – auch außerhalb der Stadt und auch für die benachteiligte Landbevölkerung. Dazu muss zunächst das Schulgebäude instand gesetzt werden: Dach und Mauern müssen repariert und genügend Schulbänke müssen angeschafft werden. Die Klassenzimmer brauchen eine Grundausstattung an Lehrmaterial für Lehrer und Schüler. Schließlich sind weitere Klassenzimmer notwendig, damit die höheren Klassen nicht nur nachmittags unterrichtet werden können.